Mohammad Hossein Abdolhosseini


1958 in Ghaswin, Iran geboren.

Nach dem  Abitur 1978  im Iran  studierte er  Gießereitechnik in  Friedberg (Hessen) und arbeitete bis 1991 in seinem Beruf. Nach einem Jahr Aufenthalt in Großbritannien lebt und arbeitet er wieder in Deutschland.

Abdolhosseini befasst sich u. a. mit der Frage der Umweltpolitik und hat einen für sich eigenen  Stil in der Betrachtung  von  Abfall - hier insbesondere  von Schrott – zu einer ihm eigene Künste  erhoben. Er belässt  den Schrott in der  vorgefundenen Form  und verarbeitet verschiedene Gegenstände aus dem Alltag zu einem neuen (Kunst-)Objekt. Scheinbar nutzloses, die für ihren ursprünglichen Zweck unbrauchbar geworden, gewinnt an neuer Bedeutung. Der Betrachter wird beeinflusst Beziehungen zwischen Menschen und Kulturen herzustellen. Mit einigen seiner Figuren ist es ihm gut gelungen, frühe persische Geschichte in unsere Zeit zu übertragen. Die Schrottskulpturen sind inzelstücke und entstehen ohne Vorlagen.

Vom 1995 – 1999 Mitglied Marburger Kunstverein

Seit 2001 Mitglied Künstler Kreis Kelkheim

 

zu meiner Arbeit:

Allerlei Gegenstände, die nicht mehr gebraucht werden oder die für ihren ursprünglichen Zweck unbrauchbar geworden sind, wandern auf den Schrottplatz. Dieser ist damit eine schier unerschöpfliche Quelle für Rohmaterialien, die wieder aufgearbeitet und neu kombiniert zu Kunstobjekten werden.  Sollen diese Altteile für ein Kunstobjekt in betracht kommen, werden sie selten eine grobe Bearbeitung unterzogen. Mein wichtigstes Werkzeug ist ein Schweißgerät und Teilweiße ein Flex, die zum Trennen und zum Schruppen der Teile dient. Die weitere Bearbeitung der Schrotteile erfolgt durch Schweißen. Die Teile werden nebeneinander gelegt oder aneinander gehalten, und damit entsteht eine Figur. Im Laufe des Entstehungsprozesses kann sich diese Idee ändern, weil sich neue Kombinationen ergeben. Dieser Prozess ist sehr spannend, da jedes Teil seine Bedeutung zur Entstehung der Skulptur beifügt aus den einzelnen Teilen etwas völlig Neues zu schaffen; ich weiß vorher nie, wie das Endprodukt später aussieht, was da gerade entsteht, da ich ohne Vorlage arbeite. Eine Nachbearbeitung der Objekte ist nicht sinnvoll, und das Belassen der natürlichen Oberfläche (Rost) gibt den Objekten einen sehr eigenen Charakter, die Schrottskulpturen sind alle Einzelstücke.